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19.07.2010

Trend des Monats: Social Media ist nicht kostenlos!

Blogs, Communities, Facebook und Twitter – bisher haben fast nur große Unternehmen den Schritt ins Mitmach-Netz gewagt. Aber die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke für erfolgreiches Marketing haben sich herumgesprochen. Die Social Media Experten von 21TORR Interactive beobachten, dass inzwischen immer mehr mittelständische Unternehmen Interesse an Social Media Aktivitäten zeigen. Unternehmensprofil oder Fanpage kostenlos anlegen und schon ist man dabei – das ist ein Irrglaube. Hier beginnt erst die eigentliche Arbeit und entstehen Kosten.

"Ob Twitter, Blogs oder eine Unternehmens-Fanpage bei Facebook – Social Media Engagement braucht Manpower, die richtige Technologie und Zeit. Das wichtigste ist aber ein Konzept", weiß Gaby Munz, Geschäftsführerin von 21TORR. "Es muss vorher festgelegt werden, wer für die Inhalte verantwortlich sein soll, welche Informationen und Statements an die Öffentlichkeit dürfen und nach welcher Strategie kommuniziert wird. Der für die Inhalte verantwortliche Mitarbeiter benötigt beispielweise zahlreiche Rechte. Mit langwierigem Freigabeprozess zu posten, macht keinen Sinn. Die Texte stehen zu spät im Netz und wirken unauthentisch. Einen Account einfach unbenutzt liegen zu lassen, ist ebenfalls wertlos für das Unternehmen, denn Fans, Freunde und Follower kommen nicht von alleine. Man muss eine Fangemeinde durch eigene Aktivitäten aufbauen und pflegen. Und das kostet Zeit und Geld."

Für Marketing-Verantwortliche stellt sich damit zwangsläufig die Frage, ob der Aufwand ökonomisch Sinn macht. Verkauft das Unternehmen damit mehr? Wie viel ist ein Fan wert und kaufen 1,5 Millionen Fans tatsächlich mehr als 33.000?  

Zurzeit gibt es noch keine ganzheitliche Methode, den Erfolg von Social Media Aktivitäten finanziell messbar zu machen. Hinzu kommt, dass diese Aktivitäten auch nur ein Kommunikationskanal von vielen eines Unternehmens sind. Gaby Munz kennt jedoch andere Kriterien, nach denen sich die Ergebnisse des Engagements in sozialen Netzwerken bewerten lassen: "Als Unternehmen kann man plötzlich ‚mithören’, man weiß, was über die Marke gesprochen wird und kann reagieren. Man sieht, wie viele Website-Besucher das Engagement generiert hat, wie viele Freunde auf der Facebook-Seite hinzugekommen sind und ob diese Fans den Weg auf die eigene Website geschafft haben. Der Wert eines einzelnen Users ist dabei zweitranging."