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26.11.2025

UXnite @21TORR: AI-gestütztes UX-Design im Fokus

Wie gestalten wir digitale Produkte in einer Zeit, in der KI sich rasant weiterentwickelt – und Nutzererwartungen gleich mit? Mit dieser Leitfrage haben wir bei der diesjährigen UXnite in Stuttgart einen Abend lang diskutiert. Die Veranstaltung – initiiert von MuseCase und Ergosign – ist inzwischen ein zentraler Treffpunkt der regionalen UX-Community. Im März durften wir die Gastgeberrolle für die dritte Veranstaltung des Jahres übernehmen.

Nahaufnahme des weißen „Uxnite“-Logos auf einem unscharfen Hintergrund mit grünem und dunklem Farbverlauf.

Bereits früh am Abend zeigte sich: Die Besucher:innen kamen nicht für Small Talk, sondern für ernsthaften Austausch. Designer:innen, Product Thinkers und Tech-Professionals sprachen direkt über Herausforderungen aus Projekten, neue Arbeitsweisen und den Einfluss von KI auf das tägliche Designhandwerk. Die Atmosphäre war konstruktiv, offen und geprägt von der hohen Qualität der Fragen.

Der klare Themenschwerpunkt des Abends AI trifft UX. Wir konnten mit zwei Talks beitragen: einmal zu inklusivem Design mittels KI und einmal dazu, wie Lean UX uns in einer zunehmend KI-geprägten Produktwelt hilft, besser zu arbeiten. Am Ende liefen beide Perspektiven auf eine zentrale Frage hinaus:

Wie gestalten wir digitale Erlebnisse, die Menschen wirklich helfen – und für Unternehmen einen spürbaren Unterschied machen?

Mann mit Baseballkappe und Brille spricht bei einer Veranstaltung in einem Innenraum in ein Handmikrofon, zwei Frauen hören im unscharfen Hintergrund zu.
Eine Reihe von Erwachsenen mit Namensschildern sitzt in einem Raum und hört während einer Besprechung oder Präsentation aufmerksam einem Redner zu.
Lächelnde Frau mit Namensschild, die bei einer gut besuchten Networking-Veranstaltung in einem Innenraum zwei Personen die Hand schüttelt und sich mit ihnen unterhält.
Ein bärtiger Mann mit Baseballkappe spricht in ein Mikrofon an einem hölzernen Rednerpult mit Laptop, im Vordergrund sitzt das Publikum.

KI & Inclusive Design: Barrieren abbauen mit künstlicher Intelligenz

„Barrieren sieht man erst, wenn man selbst betroffen ist.“ Mit diesem Statement eröffnete Stefanie Braun, Senior UI Designer bei 21TORR, ihren Vortrag zu inklusivem Design mit KI. Sie zeigte, wie komplex die Abwägungen zwischen Einfachheit, Zugänglichkeit und technischer Machbarkeit im Alltag sind — und wo KI heute bereits konkrete Verbesserungen ermöglicht.

Ein Beispiel: Conversational Search. Für einige Nutzergruppen ist sie ein Komfort-Feature, für Menschen mit motorischen Einschränkungen jedoch ein wesentlicher Zugang zu digitalen Angeboten.

Entscheidend ist jedoch der strukturelle Wandel:
KI verändert nicht nur einzelne Funktionen, sondern das Modell, wie Interfaces künftig gebaut werden. Statt statischen Layouts entstehen dynamische Interfaces, die sich in Echtzeit an die Nutzer:innen anpassen.

Für Designer:innen bedeutet das:
Nicht ein finales Layout definieren, sondern Designräume. Regeln, Parameter und Logiken entscheiden, was variabel ist und was konstant bleibt.

Das Ziel: Systeme, die robust, zugänglich und flexibel bleiben – Produkte, die sich an ihre Nutzer:innen anpassen, nicht umgekehrt.

Zwei Frauen lächeln und unterhalten sich bei einer Veranstaltung in einem Innenraum; eine trägt ein Namensschild, im Hintergrund sitzt ein verschwommener Mann.Ein junger Mann in einem hellen Kapuzenpulli spricht und gestikuliert während eines Treffens in Kleingruppen, hinter ihm sitzen zwei verschwommene Zuhörer.

Lean UX in der AI-Welt: Warum schlanke Prozesse heute wichtiger sind denn je

Im zweiten Talk stellte Jan Schlag, UX Architect und Design Thinker bei 21TORR, eine Frage in den Mittelpunkt: Wie entwickeln wir Produkte, wenn KI Prozesse zwar beschleunigt, aber auch unvorhersehbarer macht?

Jans Diagnose: Klassische Produktentwicklung leidet oft unter Silos, langen Entscheidungswegen und zu viel Dokumentation. Mehr Planung löst diese Probleme nicht. Mehr Lernen schon. Lean UX versteht er nicht als Methoden-Toolkit, sondern als Haltung, bei der:

  • Zusammenarbeit operativ ist und nicht formal.

  • Annahmen sichtbar und getestet werden.

  • Dokumentation Entscheidungen dient und kein Selbstzweck ist.  

  • Vertrauen als Voraussetzung für alles davon gilt.

Der Vorteil: Teams, die früher Prototypen entwickeln, testen und Stakeholder einbinden, reduzieren Risiken und schaffen schneller Klarheit.

Lean UX heißt nicht schneller liefern. Lean UX heißt schneller lernen — gemeinsam.

Vier UX-Methoden für hybride KI-Produkte und agile Teams

Hypothesis Canvas

Fokus auf Annahmen und Outcomes statt Features.

Rapid Prototyping Sessions

Gemeinsam visuell denken – egal ob auf Papier oder in Figma.

Stakeholder Reviews with Prototypes

Weniger Slides, mehr Produkt.

Shared User Test Reviews

Erkenntnisse teilen statt isoliert auswerten.

Ein Mann mit einem Mikrofon spricht zu einem kleinen Publikum in einem modernen Raum, in dem Porträts der Redner projiziert werden und eine Frau an einem Laptop sitzt.Seitenansicht eines sitzenden Publikums, das aufmerksam zuhört; im Vordergrund ein junger Mann mit schwarzer Mütze und einer Tasche mit der Aufschrift „21”.

Stuttgarts UX-Community als starker Faktor

Was den Abend besonders gemacht hat, war die Qualität des Austauschs. Die Offenheit, Perspektiven miteinander zu verknüpfen und aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, zeigte erneut, wie aktiv und kompetent die UX-Community in Stuttgart ist.

Unser Dank gilt MuseCase und Ergosign für die kontinuierliche Arbeit hinter der UXnite – und allen Teilnehmer:innen für ihr Engagement. Wir freuen uns auf das nächste Event und darauf, die Diskussion weiterzuführen.

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Menschen in Freizeitkleidung unterhalten sich und essen Pizza bei einer informellen Networking-/Geselligkeitsveranstaltung in Innenräumen.
Zwei lächelnde junge Erwachsene mit Getränken in Flaschen und Namensschildern bei einer zwanglosen Zusammenkunft in Innenräumen.
Junge Frauen unterhalten sich lächelnd bei einem zwanglosen Treffen in Innenräumen; eine von ihnen in einem gestreiften Pullover hält eine Flasche in der Hand.
Mann mit Brille und Baseballkappe, bekleidet mit einem marineblauen Blazer und einem Rollkragenpullover, die Arme vor einem Getränketisch während einer gesellschaftlichen Veranstaltung verschränkt.
Zwei Personen lachen bei einer gesellschaftlichen Veranstaltung – eine Frau in einem schwarzen Adidas-Oberteil hält eine Flasche in der Hand, ein Mann in einer blauen Jacke unterhält sich neben ihr.
Zwei Männer unterhalten sich bei einem zwanglosen Treffen: ein Mann in einem weißen T-Shirt mit verschränkten Armen und ein Mann in einem violetten Kapuzenpulli, der gestikuliert, während andere Personen im Hintergrund verschwommen zu sehen sind.
UXnite 2025: KI trifft UX – Zukunft des digitalen Designs & Lean UX Insights | 21TORR